Münchner Stadtmeisterschaft, DM IPSC Rifle und European Steelchallenge

Leider hatte ich relativ kurzfristig einen wichtigen privaten Termin am Sonntag wodurch ich nur im Prematch starten konnte. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Hans Kurz, der mich schnell und unkompliziert ins Prematch umgebucht hat! Insgesamt 18 Stages an einem Tag bedeuteten einen sehr anspruchsvollen und anstrengenden Tag. Alles in allem klappte aber alles problemlos, wodurch sich auch dieser Zeitplan gut umsetzen lies. Die Stages waren teilweise sehr anspruchsvoll und wollten gut geplant sein. Der 8er erwies sich auf 11 von 18 Stages als vorteilhaft. Teils wegen 6 Stahlzielen aus einer Position, teils wegen 4 Scheiben, die sich gut zusammen schiessen ließen, teils wegen 7 oder 8 notwendigen Schüssen aus einer Schiessposition. Auf den restlichen 7 Stages hatten dagegen die 6-Major Schützen Vorteile, wenn teilweise schwere Schüsse bessere Punkte bei C- oder D-Treffern boten. Alles in allem erwischte ich einen perfekten Tag. Ich schoss sehr schnell und konstant. Der Smith&Wesson 929 8-Schüsser mit der Geco 139grs Ladung funktionierte wieder prima – Am Ende stellte sich heraus, daß ich das Match mit einem 15%-Vorsprung gewonnen hatte! Zur Siegerehrung hatten sich die Münchner etwas ganz besonderes einfallen lassen – Die Medaillen waren mit echten Gold, Silber und Bronzebarren verziert! Mein erstes „echtes“ Gold! 🙂

13. Munich Open 2015 – Overall13. Munich Open 2015 – Stages

DM IPSC Rifle 2015 

Gerade einmal zwei Wochen später schon das nächste Highlight – die DM Rifle stand an. Wie immer blieb zu wenig Zeit für die Vorbereitung und ich konnte im Vorfeld gerade einmal rund 150 Schuss mit der Rifle auf dem heimischen 25m Stand trainieren. Eingeschossen wurde die Rifle auf 50m, wodurch 50 und 100m Fleck geschossen werden kann, 200 und 250m lässt man den großen Punkt auf der Ziel-Oberkante aufsitzen und bei 300m ist der kleine Punkt des SI1 Absehen des Kahles Fleck. Unsere Squad startete auf den 200m Ständen, wo neuerdings eine vollautomatische Platten und Popperanlage auf 100m und 200m installiert ist – ein riesen Fortschritt! So standen dann auch auf der ersten Stage gleich mal 6 Popper auf 200 und 4 Platten auf 100m (die Popper konnten angestrichen geschossen werden, die Platten mussten stehend frei geschossen werden), auf der nächsten Stage waren es dann gleich mal 10 Popper auf 200m (die auf großen Fässern aufgelegt geschossen werden konnten). Ich erwischte einen bomben-Start und schoss gleich einmal deutliche Bestzeiten auf diesen Stages. Die 200m angestrichen liegen mir einfach… 🙂 HIer gruben sich etliche auf den 200m Poppern förmlich ein und schossen Magazin um Magazin leer…

  
Weiter ging es auf 300m – 2×4 Platten auf 250m, 2×2 IPSC Targets auf 300m und 2×2 halbe IPSC Targets auf 10m. Hier kassierte ich leider ein Miss auf 300m aber die Zeit war gut dabei, dadurch schmerzte das nicht ganz so sehr. Die kurzen Stages fand ich dieses Mal nicht ganz so schön. Da hätte noch der eine oder andere kleine Laufparcours gut getan. Auf der letzten Stage des Tages – 3 statische IPSC Targets und zwei Schwinger, ausgelöst durch ziehen an einem Seil passierte mir ein dummer Fehler – einer der Schwinger löste nicht aus – vermutlich hatte ich nicht richtig gezogen. Bis ich das realisiert hatte und noch mal zog vergingen etliche Sekunden. Statt wie der Rest Zeiten zwischen 6 und 7 Sekunden hatte ich eben 15… Tag 2 begann rabenschwarz. Ich machte einen Fehler nach dem anderen und hatte Mühe, mich wieder aus diesem Loch herauszumotivieren. Immerhin liefen die beiden 40 Schuss Long-Courses wieder ganz Ok, so daß es sogar noch unter die Top-5 gereicht hat. Es wäre mehr drin gewesen, aber da machte sich dann doch einfach das fehlende Training bemerkbar. Man kann eben nicht alles zu 100% machen. Die Krönung war aber der Sieg der Team-Wertung mit meinen Team-Kahles Kollegen Patrick Bieri und Markus Husterer und Markus‘ Sieg in der Einzelwertung! TOP!!

   
 

Vielen Dank an Marijan Loch für die Fotos!

2015 DM IPSC Rifle results  –  2015 DM IPSC Rifle teamresults –  2015 DM IPSC Rifle stageresults

European Steelchallenge 2015 Winterswijk, Niederlande

Zum Luftholen blieb keine Zeit. Schon am nächsten Wochenende ging es nach Holland zur European Steelchallenge. Seit Jahren ein fester Termin in meinem Zeitplan. Wer es noch nie ausprobiert hat, kann es vielleicht schwer nachvollziehen – aber alle, die den Steelchallenge schon einmal geschossen haben, werden mir zustimmen – kein anderes Match pusht so das Adrenalin! Ich startete morgens mit dem Open Revolver. Ich wollte natürlich wieder mein Ergebnis mit Siegen bei Open und Standard Revolver vom  letzten Jahr wiederholen und setzte mich dadurch selbst sehr stark unter Druck. Ich musste auf Outer Limits starten – Durch die weiten Ziele und den Positionswechsel eine der schwersten Stages. Ideal um voller Nervosität zu beginnen… Irgendwie lief es aber doch und ich kam einigermaßen in den Wettkampf. Aber es wollte einfach nicht ganz so gut wie letztes Jahr laufen. Etliche Fehlschüsse kosteten doch ziemlich Zeit. Letztendlich hatte ich zum letzten Jahr 7 Sekunden verloren, was mich an einem erneuten Erfolg erst einmal zweifeln lies. Standard dagegen passte auf Anhieb – nach den ersten beiden Stages (auch hier startete ich wieder bei Outer Limits) war ich sogar minimal schneller als mit dem Open! Am Ende hatte ich nochmal fast eine Sekunde auf das schon hervorragende Vorjahresergebnis gutgemacht. Auch hier bewährte sich der neue 929 – mit einer Geco 115grs/RS12 Ladung schoß der Revolver ohne großartigen Rückstoss und durch das leichte Gewicht ließ er sich schnell zwischen den Zielen bewegen.

Zum Abschluss wollte ich dieses Jahr es einmal mit der Open Pistol probieren. Ich hatte im Vorfeld eine schöne Ladung mit 5,8grs RS12 und den 115grs Geco Geschossen gefunden, die sich hervorragend schoss. Präzise und sehr gerade. die 150 Schuss, die ich im Training verschossen hatte, hatten auch alle funktioniert. Im Match aber wollte die Tanfoglio auf einmal nicht mehr so… ein Zündversager nach dem andern kosteten wertvolle Sekunden und ruinierten einen String nach dem anderen… Das war nix. Egal – ich konnte beide Revolvertitel verteidigen! Das war viel wichtiger… Und auch in der Teamwertung schaffte es unser Team mit Laurent Perrot und Phil Wessels auch auf den ersten Platz! Noch vor KC`s Team – großartig! Ansonsten war KC aber wieder eine Klasse für sich – 55 Sekunden in Open Pistol sind einfach unfassbar (mein bestes Open Revolver Ergebnis von 2014 waren 74 Sekunden!)…!

2015_European_Steel_Challenge_results

Soviel erst einmal hierzu, nächstes Wochenende gehts schon wieder in Philippsburg mit der Infinity weiter. Anstrengende Wochen… to be continued…

Münchner Stadtmeisterschaft, European Steelchallenge, DM IPSC Rifle

Wie auch in den letzten Jahren schon, sind die MSM immer recht anspruchsvoll, was die Schiesstechnik anbelangt. Es gab auch dieses Mal wieder recht viele Plates, die, gerade von den Revolverschützen, hohe Präzision erforderten, wollte man stehende Reloads vermeiden. Um es kurz zu machen – ich hatte Samstags kein Glück mit den Plates. Ich schoss mit meinem älteren Revolver, mit dem ich meinte, besser zurecht zu kommen (zumindest war es zuletzt im Training so). Leider war es nicht so. Ich schoss zu oft an den Plates vorbei und musste Stage um Stage Zeitrückstände hinnehmen. Hinzu kam dann noch, wenn es einmal auf die Plates lief, daß plötzlich mein Revolver mit Zündversagern anfing. Nachziehen der Schlagfeder half auch nichts (Zuhause stellte sich dann raus, daß er Kammern übersprang, da sich am Eingang der Trommelstopnut Grate gebildet hatten, die den Stop bei schnellem DoubleAction über die Nut springen ließen). Sonntags nahm ich dann den neueren Revo. Plötzlich traf ich wieder die Plates und ich konnte einiges wieder gutmachen, was ich Samstags verloren hatte. Schnelle Laufparcoure, die mir eh liegen, halfen zusätzlich. Allerdings war der Punktverlust vom Samstag so groß, daß ich letztendlich nur 4. wurde. Naja. nächstes Mal wieder… 😉
Stage und Overallranglisten:

Munich Open 2014 Results Overall
Munich Open 2014 Results Stages

European Steelchallenge 2014, Winterswijk, NL
Seit Jahren ein fester Termin in meinem Kalender – der Eurpean Steelchallenge in Winterswijk in den Niederlanden. Seit ich einmal den Steelchallenge ausprobiert habe, ist dieses Match „Pflicht“. Auf sechs Stages jeweils fünf mal einen sauberen, schnellen run zu schaffen, ist dermaßen anspruchsvoll und fordernd und unglaublich spannend. Nach ein, zwei Durchgängen zittern mir immer die Finger vor lauter Adrenalin und Anspannung – großartig! 😉
Im letzten Jahr schaffte ich es, Standard Revolver und Open Revolver zu gewinnen und bei Rimfire auf den dritten Platz zu springen. Dadurch waren die Erwartungen natürlich hoch und der Druck im Vorfeld groß. Ich startete wieder, wie immer mit dem Open Revolver. Gerade morgens, wenn man noch sehr aufgeregt ist, und dadurch beim ziehen den Revolver mal so, mal so in der Hand hat, verzeiht der Open doch etwas mehr und ist etwas leichter zu schiessen. Ich startete auf Roundabout – eigentlich eine schnelle Übung, die ich gerne schiesse. Dieses mal war es aber alles noch etwas „zäh“ und ich dachte schon, daß wird schwer, wieder eine gute Gesamt-Zeit zu schiessen. Allerdings lief es danach besser und von Übung zu Übung wurde ich schneller. Im Endergebnis waren es dann 74,52 Sekunden und damit eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr um ~1,5 Sekunden (2013: 76,10)! Danach kam dann der Standard Revolver – dieses Mal keine besonderen Vorkommnisse – lediglich auf Outer Limits musste ich etwas zittern, da der zweite Run ziemlich in die Hose ging und ich sogar einen Reload von Position 1 auf 2 zaubern musste…Ging aber gut. 3 und 4 waren sauber und ich konnte den zweiten Run streichen. 🙂 Beim zusammenrechnen stellte sich dann heraus, daß ich mich im Standard sogar um über vier Sekunden verbessert hatte – 84,91 zu 89,24. Zu guter Letzt kam dann noch Rimfire – alles in allem 61,69 – leider dieses Mal etwas schwächer als im Jahr davor (58,39).
Bei der Siegerehrung durfte ich somit zwei Mal auf das Treppchen! Sieger Open Revolver und Sieger Standard Revolver! 🙂 Ein sehr gelungener Sonntag! Als Sahnehäubchen gab es dann noch einen 1. Platz mit dem Rimfire Team „the Allstars“ mit Marijan Loch und Lucien Rooijendijk und einen zweiten Platz mit dem Standard Team „Crossover“ mit Philip Wessels und Gregory Midgley.

2014 European Steel Challenge results

Mit dem Open Revolver (Danke an Eric Martin für das Bild!):
European Steelchallenge 2014

Und noch ein paar Videos:
httpv://www.youtube.com/watch?v=wII6pj0NWbk
httpv://www.youtube.com/watch?v=MPkD_G4e3TI
httpv://www.youtube.com/watch?v=jnzgkS_TJ-s
httpv://www.youtube.com/watch?v=q3zyTJpzNFU
httpv://www.youtube.com/watch?v=5wyi42UjBR4

Deutsche Meisterschaft IPSC Rifle, Philippsburg
Eigentlich sollte ich mich ja auf die Revolver konzentrieren. Aber einmal mit dem Riflen angefangen, lässt einen das nicht so schnell wieder los. So eine 40-Schuss Stage mit dem AR15 hat eben schon etwas ganz eigenes… Im Vorfeld dieses Matches hatte ich mit Markus Husterer, der seit diesem Jahr auch für Kahles schiesst, Oliver Falk und Patrick Bieri ein Team „Kahles-VTAC Germany“ gebildet und Kahles stattete Oliver und Patrick freundlicher Weise auch mit dem neuen K15i aus.
Oliver, Patrick und ich schossen zusammen in Squad 12, Markus war leider in einer anderen Squad. In Squad 12 waren auch noch die ganzen Standard-Cracks: Oliver Spörner, Sverre Idland, Georg Gonglach und Bastian Hinz, um nur einige zu nennen. Unglaublich, wie die Jungs mit Kimme und Korn auf 200m Popper fällen oder auf 300m Scheiben schiessen! Das machte sehr viel Spaß zuzusehen!
Das Match bestand in diesem Jahr aus insgesamt 15 Stages mit ca. 260 Schuss. Dabei waren 2 Stages auf 300m, 4 Stages auf bis zu 200m und 2 Stages auf der 100m Bahn aufgebaut. Es war alles gefordert – Ultra-schnelle Shorties auf wenige Meter, lange Laufparcoure mit 40 Schuss auf den 50m Bahnen u.a. mit schnellen Schwinger auf 50m, Popper auf 200 angestrichen, Plates und Scheiben auf 100 stehend frei,… Es war das gesamte Repertoire an Schiesstechnik gefragt! Dadurch, daß ich mit der Rifle einfach zu wenig trainiere, fehlte mir das letzte Quentchen Sicherheit auf den schnellen Scheiben. Ich ziele einfach zu lange und benötige daher oftmals zu viel Zeit, als wenn ich eine schnelle Doublette schiessen könnte. Aber egal – ich hatte auch einige sehr gute Stages mit dem Highlight eines Stagewins auf einem der 200er als letzte Stage des Matches – sehr versöhnlicher Abschluss! 🙂
Insgesamt reichte es bei diesem Match zu einem 10. Platz Overall International (7. National), mit dem ich hoch zufrieden bin! Ich muß an dieser Stelle auch noch einmal mein Kahles Glas lobend erwähnen – wir schossen am Samstag morgen die 300m und die 100m Stages im strömenden Regen bei diesiger Sicht. Gerade bei diesen Sicht- und Wetterverhältnissen hat sich das Kahles super bewährt – ich konnte die A3 Scheibe und die IPSC Scheiben auf 300m ganz klar im Zielbild sehen und ohne Probleme schnell treffen. Das wäre mit einem „billigen“ Glas so nicht so einfach gewesen!
Leider mussten wir mit unserem Team Kahles/VTAC einen herben Rückschlag einstecken – Markus wurde leider auf seiner letzten Stage disqualifiziert. Zu diesem Zeitpunkt war er ganz weit vorne gelegen und ich glaube, er auch ein ganz heißer Kandidat für den Titel gewesen. So reichte es für uns dann nur für den 4. Platz in der Teamwertung. Aber macht nichts – wir werden im nächsten Jahr wieder angreifen und hoffentlich (noch) besser abschneiden! Unabhängig von unserem Ergebnis war es aber eine sehr gute Entscheidung zusammen zu schießen. Wir konnten uns sehr gut austauschen und unsere Erfahrungen teilen (und uns natürlich auch gegenseitig anspornen), was sicherlich auch noch geholfen hat, die eine oder andere Stage ein wenig besser zu schießen, als wenn man auf sich alleine gestellt ist. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir das Team so auch bei anderen Matches in Zukunft fortbestehen lassen können!

Das Team Kahles / VTAC Germany im einzelnen (Teamfoto folgt!):

2014 DM Rifle results
2014 DM Rifle stage results
2014 DM Rifle team results

European Steelchallenge 2013

Ich startete Sonntags um 10:30 Uhr mit den Open Revolver. Ich beginne immer mit dem Open, da er etwas mehr die Fehler beim ziehen von oben verzeiht und es mit dem Punkt leichter fällt, trotzdem schnell zu schiessen (und die Nervosität abzulegen). Ich startete auf Stage 5 – Speed Option. Leider war ich doch recht nervös und schoss ziemlich fahrig. Mehrere „possible Miss“ waren das Resultat. Ich zitterte mich durch die 5 Strings und war dann sehr gespannt, ob die Schüsse nicht doch auf den Platten waren… Sie waren es dann doch bis auf einen String – leider einer der schnellen (3,12). Aber da ich ja einen streichen konnte, war es nicht ganz so schlimm und ich war eher erleichtert, daß es nicht schlimmer gekommen war (ein possible miss wurde auf der Stop-Platte angesagt – das wären 30 Strafsekunden gewesen und damit meine Sighoffnungen gleich begraben). Accelerator (Stage 6) lief schon besser und ich konnte hier drei Strings unter 3 Sekunden schiessen. Danach kam dann Smoke and Hope bei der ich alle 4 Wertungsstrings unter 3 schoss (einer sogar mit einer 2,34 – für mich sehr sehr gut!). Auch five to go lief gut und ich blieb hier bei ca. 3,5 im Schnitt. Sehr gut war Roundabout – ein Schnitt von ca. 2,6 Klasse! Blieb nur noch Outer Limits – die Angststage… Aber dieses mal sollte es viel besser gehen! Erster Run – 4,96! Dann noch ein 5,25er und ein 5,1! Ich war sehr, sehr zufrieden! In der Endabrechnung waren das dann 76,10 Sekunden – 4,x schneller als im Jahr davor! Von der Verifier wusste ich, daß starke Konkurrenten wie Harry ter Borg 80 Sekunden vorgelegt hatten und ich also deutlich vorne lag. Fehlte nur noch Lucien Rooijendijk, der auch immer für eine schnelle Zeit gut ist! Es war also noch nicht alles in trockenen Tüchern.

Nach der Mittagspause kam dann der Standard Revolver dran. Hier wollte ich natürlich unbedingt den Titel vom letzten Jahr verteidigen! Beginnen musste ich auf 3 – Roundabout. Die Stage mag ich eigentlich und war daher zuversichtlich. Tja. Zu früh gefreut… Erster String – 8,50!!! Ich konnte einfach Platte 4 nicht treffen und musste sogar nachladen! Was für ein Start… Danach habe ich dann erst mal Gas rausnehmen müssen und schoss erst einmal auf Sicherheit um reinzukommen- 3,94 / 3,20 / 3,30 und eine 2,95 bauten mich dann langsam wieder auf… und nach dieser Stage dann Outer Limits – wie gesagt – die Angst-Stage… Ich machte mich aber nicht noch mehr verrückt und schoss einfach. Was dann auch funktionierte 5,61 / 6,29 / 5,62 – Gut! 5 und 6 waren so lala. Keine Highlights aber auch keine gröberen Schnitzer. Smoke and Hope ging ich dann offensiv an. HIer wollte ich es wissen… und begann gleich mal mit einer 8,95! Zündversager, Daneben geschossen – kurz – ein Run für die Tonne! Egal – Pokal oder Spital. Ich schoss weiter sehr aggresiv und drei mal unter Drei schiessen. 2,76/3,20/2,68/ und 2,59 waren das Resultat. Sehr riskant, aber erfolgreich. Nur noch Five to go – durch die kleinen Platten eine sehr anspruchsvolle Stage. Ich hatte schon zusammengezählt und wusste, ich durfte mir nicht mehr viel erlauben, wollte ich gewinnen. Ich musste insgesamt unter 20 bleiben, wollte ich gewinnen (und meine Zeit aus dem Vorjahr halten). Gerade so schaffte ich es mit 4,43/4,46/4,81 und 4,60. Machte insgesamt 89,24 – Zwei Zehntel schneller als 2012. Zum Abschluss schoss ich Rimfire. Da kann ich immer ganz entspannt sein, denn das ist für mich die „Kür“ – die „Pflicht“ war absolviert. Start war auf Outer Limits. Erste run – 3,96! Was war da passiert? Ich schoss sogar noch mal eine 3,71! Und das auf Outer Limits… Sensationell… Auch Speed Option flutschte – hier sogar eine 1,88! Auch Accelerator lief gut. Etwas Probleme hatte ich dann bei Outer Limits – eine Störung versaute mir den ersten run und ich musste Zeit liegen lassen. Der Rest war aber wieder gut. Bei Five to go und bei Roundabout machte sich dann so langsam fehlende Konzentration bemerkbar. Drei Starts an einem Tag kosten eben doch Kraft. Ich musste leider einige Fehler hinnehmen und verlor dadurch etwas Zeit. Alles in allem aber war ich doch sehr zufrieden mit meinem Ergebnis! 54,xx und damit 9 Sekunden schneller als 2012! Und dann kam die Endabrechnung…

1. Platz European Steelchallenge Standard Revolver

1. Platz European Steelchallenge Open Revolver

3. Platz European Steelchallenge Rimfire

😀

1. Place European Steelchallenge Open Revolver
1. Place European Steelchallenge Open Revolver
1. Place European Steelchallenge Standard Revolver
1. Place European Steelchallenge Standard Revolver

Und hier noch die Ergebnislisten:

ESC_standard Class revolver 2013

ESC_open class revolver 2013

ESC_small caliber 2013

European Steelchallenge 2012

Gestern habe ich den European Steelchallenge in Winterswijk, Holland geschossen. Dieses Match steht nun schon seit 4 Jahren fest in meinem Terminkalender. Zum einen, weil es ein tolles Match ist und viel Spaß macht und zum anderen, weil es sich hervorragend mit einem Kurzurlaub in den Niederlanden verbinden lässt. Aber zum Match – ich startete in drei Divisionen: Revolver Standard, Revolver Open und in Rimfire. In den letzten Jahren schaffte ich es in den Revo-Divisionen fast immer auf das Treppchen und so waren natürlich die Erwartungen auch dieses Jahr recht hoch gesteckt. Mein Ziel war es, zumindest in einer der beiden Revolver-Klassen mindestens zweiter hinter Mario Siemeling zu werden. Gegen Mario im Steelchallenge gewinnen zu wollen, habe ich inzwischen ja schon fast abgeschrieben. Er ist einfach zu schnell beim ziehen und zu konstant in seiner Leistung. Aber das resultiert auch sicher darin, daß er fast ausschließlich Steel und Bianchi schiesst und dadurch das Ziehen von oben „im Schlaf beherrscht“. Das muß man einfach anerkennen – Er ist im Steelchallenge nun einfach besser und das muß man eben auch respektieren.

Ich starte morgens als erstes mit dem Standard Revolver. Als erste Übung zog ich Roundabout. Zum Start ganz gut, da die Entfernungen hier nicht zu groß und die Plates nicht zu klein sind. Meiner Meinung nach eine der „leichteren“ Übungen beim Steelchallenge. Lief auch ganz OK – 13,49sec. Solide. Danach kam meine „Angstübung“ – Outer Limits. Für mich jedes mal aufs neue die Herausforderung. Es kam wie es kommen mußte – ein für mich sehr guter Durchgang mit 6,01 und leider zwei nicht so gute mit 8,02 und 7,92  – 21,95 sec. Gesamt. Einfach zuviel. Ich konnte das aber gut wegstecken und von da an lief es wieder besser. Speedoption in 14,72 und Accelerator in 13,73. Wirklich sehr gut lief dieses mal Smoke and Hope mit 10,24 (ich glaube, das war mein bester Smoke-Run!). Den Abschluß machte ich auf Five to go. Nicht ganz so gut mit 15,51. Hier hatte ich mit dem ziehen ein paar Probleme. Egal – alles in allem dann 89,64 Sekunden. Solides Ergebnis. Auf der Liste war ich bis dahin Erster (aber da fehlten noch ein paar Konkurrenten). Später hörte ich dann Marios Ergebnis – irgendwas unter 80 Sekunden – Wahnsinn! Aber wie schon geschrieben – damit konnte ich leben… Dann kam allerdings eine Neuerung – Faktormessung! Damit hatte wohl keiner gerechnet. Geforderter Mindestfaktor war in der Ausschreibung 110. Ich hatte keine Probleme, mit meiner ARES-125grs-Titegroup-Ladung den Faktor zu erreichen – 120 Faktorpunkte zeigte das Messgerät an. Einige andere hatten wohl leider Ihre Probleme, den Faktor zu erreichen. So auch Mario – er wurde deshalb in Revo Std. und Revo Open disqualifiziert! Ich möchte mich hier jeglichen Kommentars über Messung, Faktoren, Regeln etc. enthalten – nur soviel – ich hätte lieber sportlich mit einem besseren Ergebnis gewonnen! Nichts desto trotz freue ich mich natürlich über den Sieg in der Standardklasse. Auch wenn er nicht ganz den Stellenwert für mich hat, als wenn ich ihn direkt und nicht über diesen Umweg gewonnen hätte. Sorry Mario!

Bei Revo Open startete ich auf Five to go. Ich hatte hier wieder einmal Probleme mit dem ziehen und kam so leider nur auf eine schlechte Zeit von 14,35. Zuviel, um vorne mit zu spielen, da verlorene Sekunden auf anderen Übungen einfach nicht mehr wett zu machen sind. Roundabout danach lief deutlich besser, hier hatte ich nur 11,33. Aber auch mit dem Open hatte ich wieder so meine Probleme bei Outer Limits. Mit 19,70 gewinnt man eben keinen Blumentopf. Speedoption mit 12,45 war OK, Accelerator mit 11,79 recht gut. Auf Smoke and Hope konnte ich es nicht mehr rausreißen und mit 10,79 und insgesamt 80,40 landete ich am Ende auf dem dritten Platz – zum zweiten fehlten nur 0,21 Sekunden. Tja, auf Outer Limits oder Five to go vergeigt.

Zum Abschluß schoss ich dann noch Rimfire – hier geht es für mich eigentlich um nichts und so konnte ich völlig frei loslegen. Start war auf Outer Limits – und siehe da – 15,24! Sogar ein Run unter 5 Sekunden!! Geht doch! Auch der Rest lief wirklich gut – Speedoption 9,38, Accelerator 10,00, Smoke and Hope 8,33 und Five to Go mit 10,17! Das wäre richtig gut geworden. Doch leider hatte ich auf Roundabout eine deftige Störung und mußte so eine 3,15 in die Wertung nehmen ( der Rest war mit 2,03/2,08 und 1,92 auch wieder richtig gut!). Aber was solls – 5. Platz in Rimfire ist für mich wirklich ein hervorragendes Ergebnis!

Alles in allem doch ein gelungenes Wochenende!

Ergebnisse reiche ich, sobald verfügbar natürlich nach!

Edit – hier zumindest schon einmal die Ergebnisse als Fotos vom Handy: