Münchner Stadtmeisterschaft, European Steelchallenge, DM IPSC Rifle

Wie auch in den letzten Jahren schon, sind die MSM immer recht anspruchsvoll, was die Schiesstechnik anbelangt. Es gab auch dieses Mal wieder recht viele Plates, die, gerade von den Revolverschützen, hohe Präzision erforderten, wollte man stehende Reloads vermeiden. Um es kurz zu machen – ich hatte Samstags kein Glück mit den Plates. Ich schoss mit meinem älteren Revolver, mit dem ich meinte, besser zurecht zu kommen (zumindest war es zuletzt im Training so). Leider war es nicht so. Ich schoss zu oft an den Plates vorbei und musste Stage um Stage Zeitrückstände hinnehmen. Hinzu kam dann noch, wenn es einmal auf die Plates lief, daß plötzlich mein Revolver mit Zündversagern anfing. Nachziehen der Schlagfeder half auch nichts (Zuhause stellte sich dann raus, daß er Kammern übersprang, da sich am Eingang der Trommelstopnut Grate gebildet hatten, die den Stop bei schnellem DoubleAction über die Nut springen ließen). Sonntags nahm ich dann den neueren Revo. Plötzlich traf ich wieder die Plates und ich konnte einiges wieder gutmachen, was ich Samstags verloren hatte. Schnelle Laufparcoure, die mir eh liegen, halfen zusätzlich. Allerdings war der Punktverlust vom Samstag so groß, daß ich letztendlich nur 4. wurde. Naja. nächstes Mal wieder… 😉
Stage und Overallranglisten:

Munich Open 2014 Results Overall
Munich Open 2014 Results Stages

European Steelchallenge 2014, Winterswijk, NL
Seit Jahren ein fester Termin in meinem Kalender – der Eurpean Steelchallenge in Winterswijk in den Niederlanden. Seit ich einmal den Steelchallenge ausprobiert habe, ist dieses Match „Pflicht“. Auf sechs Stages jeweils fünf mal einen sauberen, schnellen run zu schaffen, ist dermaßen anspruchsvoll und fordernd und unglaublich spannend. Nach ein, zwei Durchgängen zittern mir immer die Finger vor lauter Adrenalin und Anspannung – großartig! 😉
Im letzten Jahr schaffte ich es, Standard Revolver und Open Revolver zu gewinnen und bei Rimfire auf den dritten Platz zu springen. Dadurch waren die Erwartungen natürlich hoch und der Druck im Vorfeld groß. Ich startete wieder, wie immer mit dem Open Revolver. Gerade morgens, wenn man noch sehr aufgeregt ist, und dadurch beim ziehen den Revolver mal so, mal so in der Hand hat, verzeiht der Open doch etwas mehr und ist etwas leichter zu schiessen. Ich startete auf Roundabout – eigentlich eine schnelle Übung, die ich gerne schiesse. Dieses mal war es aber alles noch etwas „zäh“ und ich dachte schon, daß wird schwer, wieder eine gute Gesamt-Zeit zu schiessen. Allerdings lief es danach besser und von Übung zu Übung wurde ich schneller. Im Endergebnis waren es dann 74,52 Sekunden und damit eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr um ~1,5 Sekunden (2013: 76,10)! Danach kam dann der Standard Revolver – dieses Mal keine besonderen Vorkommnisse – lediglich auf Outer Limits musste ich etwas zittern, da der zweite Run ziemlich in die Hose ging und ich sogar einen Reload von Position 1 auf 2 zaubern musste…Ging aber gut. 3 und 4 waren sauber und ich konnte den zweiten Run streichen. 🙂 Beim zusammenrechnen stellte sich dann heraus, daß ich mich im Standard sogar um über vier Sekunden verbessert hatte – 84,91 zu 89,24. Zu guter Letzt kam dann noch Rimfire – alles in allem 61,69 – leider dieses Mal etwas schwächer als im Jahr davor (58,39).
Bei der Siegerehrung durfte ich somit zwei Mal auf das Treppchen! Sieger Open Revolver und Sieger Standard Revolver! 🙂 Ein sehr gelungener Sonntag! Als Sahnehäubchen gab es dann noch einen 1. Platz mit dem Rimfire Team „the Allstars“ mit Marijan Loch und Lucien Rooijendijk und einen zweiten Platz mit dem Standard Team „Crossover“ mit Philip Wessels und Gregory Midgley.

2014 European Steel Challenge results

Mit dem Open Revolver (Danke an Eric Martin für das Bild!):
European Steelchallenge 2014

Und noch ein paar Videos:
httpv://www.youtube.com/watch?v=wII6pj0NWbk
httpv://www.youtube.com/watch?v=MPkD_G4e3TI
httpv://www.youtube.com/watch?v=jnzgkS_TJ-s
httpv://www.youtube.com/watch?v=q3zyTJpzNFU
httpv://www.youtube.com/watch?v=5wyi42UjBR4

Deutsche Meisterschaft IPSC Rifle, Philippsburg
Eigentlich sollte ich mich ja auf die Revolver konzentrieren. Aber einmal mit dem Riflen angefangen, lässt einen das nicht so schnell wieder los. So eine 40-Schuss Stage mit dem AR15 hat eben schon etwas ganz eigenes… Im Vorfeld dieses Matches hatte ich mit Markus Husterer, der seit diesem Jahr auch für Kahles schiesst, Oliver Falk und Patrick Bieri ein Team „Kahles-VTAC Germany“ gebildet und Kahles stattete Oliver und Patrick freundlicher Weise auch mit dem neuen K15i aus.
Oliver, Patrick und ich schossen zusammen in Squad 12, Markus war leider in einer anderen Squad. In Squad 12 waren auch noch die ganzen Standard-Cracks: Oliver Spörner, Sverre Idland, Georg Gonglach und Bastian Hinz, um nur einige zu nennen. Unglaublich, wie die Jungs mit Kimme und Korn auf 200m Popper fällen oder auf 300m Scheiben schiessen! Das machte sehr viel Spaß zuzusehen!
Das Match bestand in diesem Jahr aus insgesamt 15 Stages mit ca. 260 Schuss. Dabei waren 2 Stages auf 300m, 4 Stages auf bis zu 200m und 2 Stages auf der 100m Bahn aufgebaut. Es war alles gefordert – Ultra-schnelle Shorties auf wenige Meter, lange Laufparcoure mit 40 Schuss auf den 50m Bahnen u.a. mit schnellen Schwinger auf 50m, Popper auf 200 angestrichen, Plates und Scheiben auf 100 stehend frei,… Es war das gesamte Repertoire an Schiesstechnik gefragt! Dadurch, daß ich mit der Rifle einfach zu wenig trainiere, fehlte mir das letzte Quentchen Sicherheit auf den schnellen Scheiben. Ich ziele einfach zu lange und benötige daher oftmals zu viel Zeit, als wenn ich eine schnelle Doublette schiessen könnte. Aber egal – ich hatte auch einige sehr gute Stages mit dem Highlight eines Stagewins auf einem der 200er als letzte Stage des Matches – sehr versöhnlicher Abschluss! 🙂
Insgesamt reichte es bei diesem Match zu einem 10. Platz Overall International (7. National), mit dem ich hoch zufrieden bin! Ich muß an dieser Stelle auch noch einmal mein Kahles Glas lobend erwähnen – wir schossen am Samstag morgen die 300m und die 100m Stages im strömenden Regen bei diesiger Sicht. Gerade bei diesen Sicht- und Wetterverhältnissen hat sich das Kahles super bewährt – ich konnte die A3 Scheibe und die IPSC Scheiben auf 300m ganz klar im Zielbild sehen und ohne Probleme schnell treffen. Das wäre mit einem „billigen“ Glas so nicht so einfach gewesen!
Leider mussten wir mit unserem Team Kahles/VTAC einen herben Rückschlag einstecken – Markus wurde leider auf seiner letzten Stage disqualifiziert. Zu diesem Zeitpunkt war er ganz weit vorne gelegen und ich glaube, er auch ein ganz heißer Kandidat für den Titel gewesen. So reichte es für uns dann nur für den 4. Platz in der Teamwertung. Aber macht nichts – wir werden im nächsten Jahr wieder angreifen und hoffentlich (noch) besser abschneiden! Unabhängig von unserem Ergebnis war es aber eine sehr gute Entscheidung zusammen zu schießen. Wir konnten uns sehr gut austauschen und unsere Erfahrungen teilen (und uns natürlich auch gegenseitig anspornen), was sicherlich auch noch geholfen hat, die eine oder andere Stage ein wenig besser zu schießen, als wenn man auf sich alleine gestellt ist. Ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir das Team so auch bei anderen Matches in Zukunft fortbestehen lassen können!

Das Team Kahles / VTAC Germany im einzelnen (Teamfoto folgt!):

2014 DM Rifle results
2014 DM Rifle stage results
2014 DM Rifle team results

Neuer Kompensator für die Rifle

Nach dem ersten Test bei einem kleinen Training auf 25m und einigen Schüssen auf 300m zum einschiessen der Rifle für die kommende DM kann ich sagen, daß er sehr gut funktioniert! Zwar kein wirklich großer Unterschied zum Arredondo zu spüren, aber auch keine Verschlechterung. Subjektiv würde ich sagen, daß er den Hochschlag etwas besser dämpft, aber da kann ich mich auch täuschen. Man müsste schon zwei identische Rifles haben und Seite an Seite testen können. Sieht aber auf jeden Fall gut aus und die Funktion stimmt. Wird also an der Rifle bleiben! 😉

Customer Service

Erstes Beispiel – ich nutze seit vielen Jahren eine Dillon-Presse zum wiederladen meiner Kurzwaffenmunition. Zuerst eine RL550B, nun eine XL650. Leider hatte ich bei der 650 seit einiger Zeit das Problem, daß immer wieder Zündhütchen beim setzen zerdrückt wurden, einige sogar beim setzen zündeten (autsch!). Glücklicherweise ist nie etwas dabei passiert. Ich habe vieles versucht. Alles penibel nachjustiert, gemessen, gereinigt usw. Ich konnte die Ursache aber nicht finden. Ich dachte schon, es hätte etwas mit zu oft wieder geladenen Hülsen zu tun. Bei der letzten IWA sprach ich deshalb einen der Dillon Mitarbeiter am Dillon Stand darauf an und schilderte die Problematik. Er versprach, mir ein Ersatzteilset zusammenzustellen und zu schicken. Da ich eh vorhatte, mir beim nächsten Amerika-Aufenthalt ein Maintenance Kit und ein paar andere Teile zu bestellen, passte das gut. Ich sandte ihm meine Bestellung vorab und erhielt, wie versprochen, ein mehr als umfangreiches Ersatzteilset an die Urlaubs-Adresse in Florida zugeschickt! Ich musste nur die bestellten Zubehörteile zahlen. Versand etc. war alles frei! Wieder zurück habe ich dann fast die komplette Zundhütchenzuführ-/setzeinheit durch Neuteile ersetzt – siehe da: es funktioniert wieder perfekt! Toller Service – Vielen Dank an Dillon Precision Products!

Das zweite Beispiel für Kundenservice ohne wenn und aber war Timney: Ich hatte mir auch bei dieser Reise einen Timney AR15 Trigger aus USA mitgebracht. Diesen dann zuhause montiert und festgestellt, daß ich wohl die beiden kleinen Sicherungs-Madenschräubchen beim Transport verloren hatte. Da ich nicht wusste, was für ein Gewinde etc. die Schräubchen haben, schrieb ich einfach eine kurze email an den Kundenservice von Timney. Die Antwort mit den Maßen kam prompt von einer Mitarbeiterin des (techn.) Kundenservice. Ich bedankte mich für die prompte Auskunft und schrieb ihr zurück, daß ich nun schauen wollte, wo ich denn in DE solche Schräubchen herbekommen würde. Es dauerte nicht lange und ich bekam zwei weitere emails von Timney. Eine vom Customer Service und eine vom Tech Support:

„Good morning, we would be then happy to send you the screws, email me your address and I can stick them in the mail.“

Ohne wenn und aber – Sie brauchen die Schräubchen? Kein Problem, schicken wir Ihnen gerne! Toll!

Gute Erfahrungen sollte man weitergeben, was ich hiermit gerne getan habe!